RETTE DICH, WER KANN

Der Tag und Gottesdienst für die Rettungskräfte

Am Sonntag, dem 31. August 2014, fand er statt, der sogenannte Rettertag. Eingeladen hatten die evangelischen Kirchengemeinden Senftenberg und Brieske alle Rettungskräfte der Region, also die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Feuerwehr, des medizinischen Rettungswesens, der Polizei, des Technischen Hilfswerks, die Notfallseelsorger und sogar die Kameraden der Bundeswehr.


Alle waren sie der Einladung auf den Senftenberger Markt gefolgt, sogar mit Ihrer Spezialtechnik waren sie angereist, und das, obwohl der Himmel voller Geigen hing und mit dem Regen nicht an sich halten konnte. Aber können diese Rettungs- kräfte denn sonst auf das Wetter schauen, wenn es um das Retten von Leben aus Feuer, Verkehrsunfall, plötzlichem Herzstill- stand in der guten Stube oder um sonstige Verzweiflungssituationen geht? Und wer hilft eigentlich den Retterinnen und Rettern, wenn es gilt, die oftmals grausamen Eindrücke aus ihren Einsätzen zu verarbeiten? Der Tag begann mit einem Gottesdienst unter freiem Himmel.

Pfarrerin Dorothee Michler erinnerte in ihrer Predigt an eine Rettungsaktion, über die schon in der Bibel berichtet wird und die den meisten von uns recht bekannt ist. Der „barmherzige Samariter“ ist weithin schon zu einem geflügelten Wort geworden.
Er steht für Unerschrockenheit, selbstlose Hilfe ohne vorheriger Abwägung aller möglichen Folgen, steht sogar ganz aktuell für Mitmenschlichkeit über religiöse Grenzen hinweg – kurz für die Liebe zum Nächsten. Diese hohe Motivation können wir auch heute noch bei den haupt- und ehrenamtlichen Rettern feststellen und sie ist vielen, vielen Notleidenden zur Hilfe geworden. So beinhaltete der Gottesdienst auch den öffentlichen und von Herzen kommenden Dank an alle Rettungskräfte, den auch Bürgermeister Andreas Fredrich in seinem Grußwort in Erinnerung an den tragischen Eisenbahnunfall von 2012 in Hosena unterstrich.
Im Fürbittengebet wurde Gottes Beistand und Bewahrung für alle Notfallhelfer
für die Zukunft erbeten. Nicht nur für routinierte Gottesdienstbesucher war die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes durch die Combo des Landespolizeiorchesters Brandenburg ein besonderes Erlebnis.

Nach dem Gottesdienst gab es überreichlich Kaffee und Kuchen und die Möglichkeit zum Frühschoppen bei wiederum erstklassiger Musik durch besagte Combo.
Jetzt konnte man mit den verschiedenen Rettungskräften ins Gespräch kommen, von ihrer Arbeit erfahren und ihre reichlich mitgebrachte Technik bestaunen. Für Kinder gab es eine Hüpfburg, Quiz- und Malangebote und sogar einen Verkehrssicherheitsparcour. Eine schmackhafte Gulaschsuppe gab es zu Mittag aus der Gulaschkanone und an anderer Stelle heiße Würstchen aus einem riesigen Topf.
Viele Besucher dieses besonderen Tages auf dem Marktplatz blieben trotz des verregneten Wetters sehr interessiert dabei und bedanken sich auf diesem Wege für alles Engagement der Rettungskräfte und der Helfer der Kirchengemeinde.

Bilder von dem Tag