Vorstellung der evangelisch-lutherischen Gemeinde dieser Stadt

Bis zum Ende des ersten Weltkriegs war das heutige ukrainische Lwiw als Lemberg bekannt und die Hauptstadt des Königreichs Galizien und Ladomerien unter Herrschaft der Habsburger k.u. k.Monarchie. 
Bis zum deutschen Überfall auf die Sowjetunium im zweiten Weltkrieg und der damit unmittelbar einsetzenden systematischen Vernichtung der jüdischen Bevölkerung lebten in der zwischen den Weltkriegen wieder polnischen Stadt Lwow etwa 130.000 Juden, kaum einer von ihnen hat den Holocaust überlebt.

Kirche der ungarischen Gemeinde in LwiwWie im vergangenen Jahrhundert, so waren auch die sieben Jahr- hunderte der vorherigen Stadtge- schichte durch zahlreiche politi- sche und kulturelle Veränderun- gen geprägt, entwickelte sich die Stadt zu einem Miteinander vieler Nationalitäten und Religionen, deren kulturelles Erbe, besonders in der überaus vielfarbigen Archi- tektur, noch heute zu bewundern ist.

Die uns Senftenbergern kaum näher bekannte Stadt erlangte unse- re Aufmerksamkeit durch das dortige Wirken von Dr. Heleen Zorgdrager, einer der ehemaligen Pastorinnen unserer Partnerge- meinde in Leersum. Sie ist jährlich mehere Wochen im Auftrag der Protestantischen Kirche der Niederlande an der Katholischen Universität Lwiw beschäftigt.

Aus diesem Wirken entstand die Bekanntschaft mit einer Gemeinde der Deutschen evangelisch-lutherischen Kirche in der Ukraine (DEL- KU). Seit mehr als einem Jahr gibt es nun schon briefliche Kontakte aus Senftenberg zu dieser Gemeinde und ihrem Pfarrer Nikolai Bendus. Liebe Grüße erreichten uns zu Weihnachten.

Anfang Oktober vergangenen Jahres (2010) ergab sich der Besuch dieser Gemeinde durch Pfarrer Manfred Schwarz und Herrn Pätzold. 
Im Ergebnis könnte sich eine Freundschaft oder gar Partnerschaft mit dieser Gemeinde entwickeln, die zu näherem Kennenlernen, Austauschen, umeinander Wissen und füreinander Beten und möglicherweise zu gegen-
seitigen Besuchen führen kann. Erste Interessenten aller Altersgruppen haben von dort bereits ihre Adressen in der Hoffnung auf persönliche Korrespondenzen mitgegeben. Gern sollen sie hier verteilt werden – eine Möglichkeit wie Christinnen und Christen über Ländergrenzen voneinander erfahren und im Glauben erfreut und gestärkt werden, und – Sprachbarrieren sind kaum zu erwarten.

Anmerkung: Bei Interesse an einem Kontakt mit der Gemeinde in Lwiw / Lemberg wenden Sie sich bitte an Pfarrer Schwarz.

Gruppenbild mit der ungarischen Gemeinde in Lwiw

Gottesdienstraum mit Erntedankaltar
v.l.: Pf. Schwarz, Pfarrerehepaar Bendus, W. Pätzold und Mitglieder der Gemeindeleitung, sowie H. Zorgdrager (2. v.r.)