Beinahe zwölf Jahre ist es nun her, seit im Frühjahr 2005 der erste Transport mit Hilfsgütern in die polnische Partnerstadt Nowa Sol an der Oder auf die Reise ging.
Die Gemeinden der Evangelischen Allianz aus Senftenberg hatten sich in dem sozialen Anliegen vereint, die dortige katholische Bruder-Albert-Stiftung zu unterstützen, die in ihrer Stadt den Ärmsten der Armen ein würdiges Leben ermöglichen möchte.
Kleidungs-, Sach- und Geldspenden der Menschen aus Senftenberg und Umgebung leisteten dabei eine überaus wirksame Unterstützung. Das wurde uns erst kürzlich noch einmal nachdrücklich und in Dankbarkeit bestätigt.

Inzwischen haben sich auch in Polen die sozialen Verhältnisse und das Solidarverhalten deutlich verbessert. Die Unterstützungen im eigenen Land nahmen zu und die Bruder-Albert-Stiftung konnte für ihre Arbeit einen großzügig sanierten Betreuungspunkt in Betrieb nehmen. Wenn nun die Kleiderkammer der Lazarus-Arbeit in der ehemaligen Realschule wegen des Verkaufs dieses Gebäudes geschlossen werden muss, so kann ohne Schaden, so versichert man uns in Nowa Sol, diese Arbeit auch gänzlich eingestellt werden.
Bereits am 17. November war der letzte Annahmetag. Wenn im Dezember der letzte Transport nach Polen auf die Reise geht, dann wird dies genau der vierzigste sein. Jedes einzelne Mal waren das 120 – 150 Kartons mit Kleidung, Wäsche, Schuhen und Haushaltsartikeln, dazu immer wieder auch einzelne Fahrräder, Rollstühle, Gehhilfen, Kinderwagen und Nähmaschinen, kurz ein Riesenschatz für den wir ihnen allen auf das herzlichste danken. Großer Dank ebenso der Stadt Senftenberg für allen Beistand.
Behalten wir die Arbeit der Bruder-Albert-Stiftung in Nowa Sol auch weiterhin in unseren Herzen und in unserer Fürbitte.

Wolfgang Pätzold