"Nur wenn die Welt daran erinnert wird, was sie dem jüdischen Volk angetan hat, kann diese Welt davor bewahrt werden, die Katastrophe auf sich selbst herab zu ziehen."

kirche0101Dieses Zitat stammt von Elie Wiesel, einem Überlebenden des Holocaust.
Er wurde 1928 im rumänischen Sighetu Marma iei als Sohn des jüdischenț Kaufmanns Shlomo und dessen Frau Sarah geboren. Sein Großvater war ein tief religiöser Chassid. Die deutschen Nationalsozialisten deportierten ihn  1944   gemeinsam  mit  seiner  Familie  in  das  Stammlager  des Konzentrationslagers Auschwitz. Nach drei Wochen wurde er mit seinem Vater  in das  Lager  Auschwitz-Monowitz  verlegt.  Später  kam er  in das Konzentrationslager  Buchenwald,  aus  dem  ihn  am  11.  April  1945 amerikanische  Truppen  befreiten.  In  seinen  Büchern  verarbeitet  er  das Erlebte,  erhielt  1986 für vielfältiges Engagement  "gegen das Vergessen" den Friedensnobelpreis.

kirche0102Die Sommerausstellung widmet sich diesem schwierigen Thema.  Gezeigt werden Bilder und Texte zum jüdischen Leben in Osteuropa bis 1939 und dessen Vernichtung. Die  Exposition  ist  als  Wanderausstellung  der  Berliner Friedensbibliothek / Antikriegsmuseum vorbereitet, einer Einrichtung  der  Evangelischen  Kirche  in  Berlin Brandenburg, die seit 1982 besteht. Das Anliegen, durch Text und Bild vor den Gefahren kriegerischer Auseinandersetzungen zu warnen und Beispiele für die friedliche Lösung  von  Konflikten  zu  geben,  wird  auch  in Senftenberg vielen Kirchenbesuchern deutlich werden.

Bis  Ende  2012 wurden bereits  2035 Ausstellungen  in  540  Orten  gezeigt, die mehr als vier Millionen Menschen aus aller Welt gesehen haben. Sie sind Ausdruck des "Christlichen Friedenszeugnisses, das  seinen  Grund  in  der Versöhnung  hat,  die  von  Gott geschenkt ist".