Von Gymnasialprofessor Dr. Ernst Mucke (Arnošt Muka, 1854 – 1932)

Er schreibt 1884 im Ĉasopis Maćicy Serbskeje, der Zeitschrift der wissenschaftlichen Vereinigung Maćica Serbska (Anm.: Leseprobe) :

"Die Senftenberger Kirchgemeinde, in der die Reformation im Jahre 1539 vom sächsischen Herzog Georg eingeführt wurde, ist noch völlig wendisch, obwohl dort seit 1878 kein wendischer Pfarrer mehr ist.
Noch 1864 waren drei wendische Geistliche in Senftenberg, nämlich der Oberpfarrer Libuń  (geboren in Sora/Zdźar bei Großpostwitz / Budestecy, gest. 1867), Archidiakonus Kózlik (Johann Kosling, geboren 1906 in Geierswalde/Lejno bei Hoyerswerda/Wojerecy, ins Amt berufen 1835, in den Ruhestand gegangen am 1. Januar 1878), und der Diakonus Ńimjenc  (ein gebürtiger Deutscher aus Drebkau, der wendisch erlernte, gest. 1865)."

Sehen Sie sich den vollständigen Bericht an ( PDF-Datei ).

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In unserem Kirchenbüro und bei Ringfoto Koar in der Kreuzstraße liegen Mappen mit vielen Luftbildern von Senftenberg aus. Diese können Sie käuflich erwerben: Eine Postkarte kostet 50 Cent, ein Din A 4 Poster 10 €. Die Poster können direkt im Kirchenbüro erworben werden, von den kleinen Bildern können weitere Poster oder kleine Fotos im Geschäft bestellt werden - einfach die Nummer merken und bestellen.
Und Sie haben ein tolles Bild aus ihrer Stadt mit interessantem Blick auf Ihr Haus - das ist auch eine tolle Geschenkidee für alle Senftenberger!
Desweiteren gibt es
zwei neue Postkarten mit unserer Kirche als Motiv für 50 Cent.

Die Erlöse aus dem Verkauf sind bestimmt für die Innensanierung unserer Peter-Paul-Kirche.
Wir bedanken uns auch auf diesem Weg bei Frau Koar, dass sie diese Spendenaktion ermöglicht!

Dillich 2 Auf dem Bild schauen wir auf unsere Peter-Paul-Kirche in der ältesten, uns erhaltenen, Darstellung von Wilhelm Dilich (* 1571 in Wabern oder Bad Wildungen in Hessen; † 4. April 1650 in Dresden).
Beschaulich sieht dabei unser Städtchen aus. Der Kirchturm ragt idyllisch über allem.
Wie oft hat sich wohl unsere Kirche seit ihrer Erbauung innen und außen verändert? Oft gezwungenermaßen durch Stadtbrände oder Kriege, zuletzt im April 1945. Oder bei Umbauten bzw. sogenannten „Renovationen“, etwa der letzten großen in den Jahren 1891/92.
Generation um Generation trägt das ihre dazu bei, mit den jeweiligen Möglichkeiten, um dieses besondere Haus zu erhalten. Höchstens alle 50 bis 100 Jahre wird etwas grundhaft erneuert. So auch jetzt.
Wir erhalten unser Gotteshaus, ein Stück weit. Es ist gar nichts besonderes – und doch eine Freude und Ehre zugleich.
Wir werden die Kirche nicht ganz groß oder völlig umbauen. Dazu reichen unsere Kräfte bei weitem nicht!
Es wird am Ende kein Gold und Prunk glänzen, aber die Schlichtheit erstrahlen, damit Liebende, Hoffende und Suchende, aber auch Trost bedürftige, eben die Mühseligen und Beladenen, immer ihren Platz in der Kirchenbank finden für ein Gebet.

Immer  wieder  mal  liest  man  von  Leuten,  die  es  am  eigenen  Leib ausprobiert  haben:  eine Woche,  einen Monat  lang leben von Hartz IV, ganz streng, möglichst  auch ohne die Vorteile und Sicherheiten, die sich nicht  sofort  am Kontostand ablesen lassen. Ich habe auch mal  mit  dem Gedanken  gespielt.  Aber  eigentlich  glaube  ich  nicht  so  recht  an  den Lerneffekt der Übung. Allein schon, weil ich nicht aus meiner 750.- Euro Mietwohnung ausziehen muss;  weil  ich Privatpatient  bleibe;  weil  meine ordentliche Pension weiter pünktlich auf dem Konto eintrifft.

Jahre der Partnerschaft zwischen Leersum und Senftenberg

Gemeindepartnerschaft Senftenberg Leersum

Ist Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, die kleine Skulptur auf unserer Titelseite bekannt?
Natürlich, jeder Gottesdienstbesucher kennt sie und bei Kirchenführungen weise ich gern auf sie hin, die dort in einer kleinen Säulennische angebracht ist. Zum diesjährigen Osterfest wurde durch den liebevollen Blumenschmuck unser Blick jedoch in besonderer Weise auf dieses sonst eher unscheinbare Paar gelenkt.
Dieses vertraute menschliche Paar – Symbol unserer Gemeindepartnerschaft zwischen Senftenberg und Leersum in Holland – steht nun schon genau 20 Jahre an beschriebener Stelle. Zum 10 jährigen Bestehen der Partnerschaft hatten wir es beim Gemeindebesuch 1996 in Leersum tief bewegt in Empfang genommen. Fühlten doch die Leersumer Schwestern und Brüder genau wie wir – in zehn bewegten gemeinsam erlebten Jahren hatte sich eine überaus herzliche Verbundenheit entwickelt.
Eine Liedstrophe war wohl, so die Erinnerung, der Hintergrund und das Thema des kleinen Kunstwerkes:

„Ich möcht´, dass einer mit mir geht,
der´s Leben kennt, der mich versteht,
der mich zu allen Zeiten kann geleiten.
Ich möcht´, das einer mit mir geht.“