Johannes Remenz ist seit 50 Jahre musikalisch in Gottesdiensten unterwegs.

Am 1. Januar 1962 begleitete ich erstmalig einen Gottesdienst in einer der beiden Predigtstätten meines Vaters in Aschersleben, mit meinem Harmoniumspiel. Wenig später dann den ersten Gottesdienst an der Orgel unserer St.-Johannis-Kirche.

Während meiner Studentenzeit in Ilmenau und dann auch während meiner Zeit in Kamenz erfolgten Vertretungen.
Das Orgelspiel hatte ich in Aschersleben von Kirchenmusikdirektor Erich Schroeter gelernt, der zugleich Dozent an der Kirchenmusikschule Halle war.
Nachdem ich 1976 nach Eisenhüttenstadt gezogen bin, kamen dort und in mehreren Dorfkirchen der Umgebung viele Dienste hinzu. In der Kirchenbaracke, die bis 1978stand, spielte ich an einer einmanualigen Orgel der Fa. Fahlberg aus Eberswalde, die dann nach Wiesenau umgesetzt wurde. Zur Einweihung des neuen Gemeindezentrums in Eisenhüttenstadt am 31.5.1981 stand ein Keybord zur Verfügung, die zweimanualige Sauerorgel kam später.
Mein damaliger Superintendent war damals Walter Delbrück in Guben, der den Senftenbergern gut bekannt ist.

1994 kam ich durch die Glockengießerei nach Lauchhammer, also in meine frühere Landeskirche. Nach einigen Jahren merkte ich doch, dass inzwischen die Generation meines Vaters nicht mehr da war und sich vieles geändert hatte. Die Verbindungen zur EKBO rissen aufgrund persönlicher Verbindungen nie ab und wurden in den letzten Jahren
aufgrund der Orgeldienste intensiver.
Zu den bereits vorhandenen Freundschaften kamen neue hinzu, sodass ich wieder da „zu Hause“ bin, von wo ich 1994 hierher kam.
Danke allen, die mir auch in schweren Zeiten durch Gebet und geistige Nähe halfen und danke dafür, dass ich mit meinen musikalischen Gaben, die für mich das größte Geschenk sind, auch in Senftenberg dem Lobe Gottes dienen darf.

Johannes Remenz