Liebe „Lebenszeichen“-Leserinnen und -Leser,

mein Vater, noch im hohen Alter mit dem Kahn unterwegs - er liebte das Fischen und die herrliche Natur ganz früh am Morgen! - wurde immer wieder einmal von den jungen Kahnfährleuten unterwegs gefragt, „Na, wie geht’s noch so?“ Mein Vater darauf, nie um eine originelle Antwort verlegen, sagte: „Ach, man muss sich über Wasser halten!“. Und schon gab es ein kleines Gelächter. Klar, darrauf kommt es an, nicht unterzugehen! Und da gibt es einige Episoden, in denen die „Fremden“, so nannten wir die Touristen, förmlich baden gingen, weil beim Einsteigen der Kahn sich zu stark zum Wasser geneigt hatte.

Aber es gilt ja gleichermaßen für das ganze Leben. „Sich über Wasser halten“. Das könnte ein Grundfach in der Schule sein, denn es gibt so manche Situation, in der das eigene Lebensschiff in gefährliche Schieflage gerät. Die Stürme des Lebens lassen sich nicht voraussagen, auch nicht wie lang sie dauern oder wie hoch die Wellen schlagen.

Das Titelbild zeigt ein solches Lebensschiff. Da ist jemand unterwegs, scheinbar allein, oder die anderen kauern hoffnungslos am Boden. Wird das Boot es schaffen, sich über Wasser halten, alle Stürme überstehn, bis zum sicheren Hafen?

Eine Fülle von Lebenszeichen umgeben das Segelboot, Gott sei Dank:

  • der Anker – um Halt zu finden
  • die 2 Fische – miteinander zu Teilen
  • der Leuchtturm – Licht sehen, am Ende des Tunnels
  • die Taube – fruchtbares Land und Frieden zu finden
  • das A und O – gehalten zu sein vom Anfang bis zum Ende
  • das Kreuz – vertrauensvoll und ohne (oder weniger) Angst zu leben
  • unsichtbar: Gottes Geist, der in das Segel bläst, um in Fahrt zu kommen.

Mit „Lebenszeichen“ sind ein zweites Mal die Einladungen zu unseren Begegnungen in der Gemeinde überschrieben. Denn darum geht es: als Christ bin ich ein Lebenszeichen Gottes, und mir ist aufgetragen selbst Lebenszeichen zu setzen!
Hoffnung zu geben in die Welt, die oft so nah am Abgrund ist. Halten Sie sich weiter über Wasser und bleiben Sie behütet! Ihr Pfarrer Manfred Schwarz