kirche0397

Alles ist gut ...;
alles ist rund ...;
alles ist heil!
Welch froher Blick kommt uns da entgegen ...,
welch fröhliches Bild!

Liebe Gemeinde,
für mich steht dies kleine Mädchen da, - wie einst Luther, mit der Aussage:

„Hier stehe ich und kann nicht anders. Gott helfe mir!“
Sie lächelt dieses Lebensgefühl in die Welt.

In sich ruhend steht sie einfach da – mit guter Bodenhaftung: die Füße sind nackt.
Vielleicht kitzeln die Grashalme, ... es ist Sommer.
Ihre Hände – einander haltend – nichts geschäftig tuend ...
Der Blick offen, verschmitzt, neugierig.
„Wer bist Du, der Du mich anschaust?, fragt mich das Mädchen.
Ja, wer bin ich?
Schau ich so offen und frei in diese so beunruhigende, mich ängstigende Welt?
Habe ich so einen gelassenen, vertrauenden, sicheren Stand?
Betet das Mädchen mit offenen Augen?
Ist ihre ungewöhnliche Frisur mehr als nur Rebellion?
(- ein Jungmädchenzopf ist schon abgeschnitten -)
Ist die dunkle, lange rechte Haarseite eine bergende, schützende Hand, die sagt: „Du bist nicht allein auf dieser Welt“?
Und drehen wir das Bild nach links, dann sieht es so aus, wie das Christussymbol: der Fisch. Und Jesu Worte klingen im Ohr: „Ich bin bei euch alle Tage, bis an der Welt Ende ...“ (Mt 28, 20)
Ich bin bei Dir!!!
Ja, liebe Gemeinde,

 

„Gott stellt unsere Füße auf weiten Raum“ (Psalm 31, 9), hier auf Erden!
Dies ist oft sehr verwirrend, beängstigend, anstrengend, doch zugleich wundervoll, beglückend, herrlich!
Es ist Zumutung und Zutrauen zugleich!
Ja, ER, Gott, traut uns das Leben zu; das Leben, nach seinem guten Plan, und ER lässt uns dabei nicht allein.
Gelungenes Leben aus Gottes Hand in Gottes Hand!
ER schenke Ihnen dies Gefühl!
Eine gesegnete Sommerzeit wünscht Ihnen

Ihre Pfarrerin i. R. Birgit Schwarz
Grafik: © Mirja Stemkowicz