„Der Herr aber richte eure Herzen aus  auf die Liebe Gottes  und auf die Geduld Christi.“ 2. Thessalonicher 3, 5

 Liebe Gemeinde, liebe interessierte Leser unseres Monatsplanes!

Alt und Neu: 2 Worte unserer Sprache ..., kleine Worte ..., neutrale Worte zuallererst ... Doch kommen sie in Berührung; setzt man sie in Beziehung zu Ereignissen; zu Menschen; zum Leben; zum Glauben werden sie groß und voller Gefühle!

Eine neue Liebe lässt mich aufblühen; ein alt gewordenes Jahr macht mich vielleicht traurig ...
Das Ende von anno domini 2014 kündigt sich aller Orten an: viele Felder sind schon abgeerntet, viele Gläser mit leckerer Marmelade gefüllt und auch ein Termin in unserem Plan zeugt davon: der Laubharkeinsatz am 8. November auf unserem Neuen Friedhof.
Alt und Neu begegnen sich auf dem Friedhof in besonders intensiver Weise.

Seit 2013 haben wir dort eine neue Urnengemeinschaftsanlage (UGA). Die alte, nun über Jahre vertraute UGA, mit den Worten „Nichts kann uns scheiden von der Liebe Gottes“ aus dem Römerbrief, hat sich gerundet.
Ihre Zeit ist erfüllt.

kirche0339Unser Titelbild zeigt einen Teil von der neu eingerichteten Stelle.
So ganz anders ist sie: geprägt von zwei Marmorengeln.
Der polnische Bildhauer Ryszard Zając hat sie geschaffen – uns bekannt durch seine Gestaltung des Altarraums in unserer alten Wendischen Kirche, dem neuen Bürgerhaus unserer Stadt.

Hier nun Engel: Engel sind Boten; Übermittler; Berührer! Sie weisen uns Menschen; mahnen uns auf das Wesentliche hin!
Sie sind Rufer in den Wüsten unseres Lebens!
„Fürchte dich nicht!“ rufen sie.
Dieses „Fürchte dich nicht!“ kommt direkt von Gott.
„Fürchte dich nicht, wenn Du alt wirst ...
Fürchte dich nicht, in Deiner Krankheit ...
Fürchte dich nicht, vor Deinem Ende hier auf Erden ...
Deine Zeit steht in meinen Händen, ruft Gott mir zu. Alles, aber auch alles begleite ich, durchlebe ich mit Dir, die grünen Auen und die dunklen Täler Deines Lebens, auch Deinen letzten Schritt von der Erdenzeit in die Ewigkeit.“

Liebe Leser!
Erkennen Sie den Weg auf dem Bild, diese schöne Birkenallee ...?
Ja, werden Sie sagen.
Erkennen Sie auch Gottes Mitgehen in Ihrem Leben – auf Ihrem Lebensweg? Jein, Ja und Nein ... Die Herbstzeit; die Reifezeit lädt uns ein darüber nachzudenken ...
Auch unsere neue UGA lädt uns dazu ein ...
Worauf ist unser Herz ausgerichtet?
Worauf ist mein Herz ausgerichtet ...?
Auf das Sichtbare; Irdische; auf ...
Die Liebe Gottes und die Geduld Christi mögen Ihre Gedanken und Schritte lenken, berühren, weisen.

Ihre Pfarrerin Birgit Schwarz