Fürbitte im Gottesdienst vom 11. Januar
nach dem Attentat vom 7. Januar auf die Redaktion von Charlie
Hebdo und die nachfolgenden Ereignisse

Himmlischer Vater,
wir denken voller Entsetzen an die Ereignisse in Frankreich.
Wir bitten dich für die ermordeten Journalisten und Polizisten, an die
jüdischen Opfer. Tröste ihre Familien und stehe ihnen bei.

Hilf uns, angemessen zu reagieren, ohne Angst, ohne Rachegefühle.
Lehre uns, von Angesicht zu Angesicht einander zu begegnen und
gemeinsam Verantwortung zu tragen.
Wehre dem Fanatismus.
Bestärke alle in Europa,
die Brücken zwischen den Religionen bauen.

Du bist der Gott aller Menschen, der Gott der Vielfalt und der Ewigkeit.
Ermutige uns und schenke uns Kraft, an deinem Reich zu arbeiten.
Gib uns die Kraft, uns unermüdlich einzusetzen:
für das friedliche Zusammenleben,
für die Brüderlichkeit und
für die Achtung der Anderen in ihrer Verschiedenheit und Fremdheit.
Lass uns in Flüchtlingen keine Last sehen – sondern in ihnen unsere
Nächsten zu erkennen, denen wir in Liebe begegnen.

Wir rufen zu Dir, damit die Meinungsfreiheit und Glaubensfreiheit
weiterhin in aller Welt gewahrt werden.
Und dass wir einander mit Respekt begegnen.
Wirke Frieden zwischen den Menschen, den Religionen und den Völkern.

Schenke allen Gläubigen den Willen, ihren Glauben zu vertiefen, damit
alle verstehen, dass in keiner Religion im Namen Gottes Gewalt
gerechtfertigt ist.
Schenke uns auch die Kraft für die Täter zu beten.

Dies bitten wir durch Jesus Christus. Er ist unser Friede.
In seinem Namen bitten wir Dich: Vater unser im Himmel ...