Liebe Gemeinde,

beim Aufräumen der Noten, die sich in unserer Gemeinde über Jahrzehnte und sogar über Jahrhunderte angesammelt haben, fand ich ein kleines blau – rot – weißes Liederbuch.
Es sind Lieder zu biblischen Geschichten und zum Kirchenjahr, die Jürgen Henkys aus dem Niederländischen uns ins Deutsche übertragen hat. Das Büchlein, so steht es im Einband, ist Altbischof Albrecht Schönherr (Wikipedia) gewidmet.

 Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland,
Ein Birnbaum in seinem Garten stand,
Und kam die goldene Herbsteszeit
Und die Birnen leuchteten weit und breit,
Da stopfte, wenn's Mittag vom Turme scholl,
Der von Ribbeck sich beide Taschen voll,
Und kam in Pantinen ein Junge daher,
So rief er: »Junge, wiste 'ne Beer?«
Und kam ein Mädel, so rief er: »Lütt Dirn,
Kumm man röwer, ick hebb 'ne Birn.«

 kreuzSeit Anbeginn ist das Kreuz das Erkennungszeichen von uns Christen. In den Anfangszeiten der Verfolgung war es zunächst ein Fisch, manchmal eine Taube oder ein Lamm.
Das sogenannte "Facettenkreuz" auf dem Bild gibt es erst seit etwa 20 Jahren. Es besteht aus 8 Quadraten.
Die Acht weist hin auf die Rettung,i denn 8 Menschen wurden in der Sintflut bewahrt. Nach 8 Tagen wird nach jüdischer Tradition ein Junge beschnitten. Der Messias (= Christus), König David, war der 8. Sohn von Isai. Und der 8. Tag gilt als Tag der Auferstehung. Deshalb haben Taufsteine nicht selten 8 Seiten bzw. Ecken als Zeichen eines Neubeginns.

Seid dankbar in allen Dingen,
denn das ist der Wille Gottes in Christus Jesus an euch!
1. Thessalonicher 5,18

wofür man z.B. danken kann:

Ein Bild und seine Geschichte ...

Betende Hände von Albrecht Dürer Ende des 15. Jahrhunderts lebte in einem kleinen Dorf bei Nürnberg ein Ehepaar mit 18 Kindern. Um das Essen für seine Familie zu beschaffen, arbeitete der Vater sehr hart. 
In dieser scheinbar hoffnungslosen Situation träumten zwei der Kinder davon, Künstler zu werden, obwohl sie wussten, dass ihr Vater niemals in 
der Lage sein würde, sie zu unterstützen.
Nach vielen Diskussionen beschlossen die beiden eine Münze zu werfen. Der Verlierer würde im nahegelegenen Bergwerk arbeiten und mit seinem  Lohn den Bruder auf der Akademie unterhalten. Wenn der dann das Studium beendet hätte, würde er seinerseits dem Bruder das Studium finanzieren.
Eines Morgens losten die Jungen.
Albrecht Dürer gewann und ging nach Nürnberg. Sein Bruder Albert trat die Arbeit im Bergwerk an und unterstützte seinen Bruder. 
Albrechts Kupferstiche, Holzschnitte und Ölgemälde waren weitaus besser als die der meisten Professoren, und gegen Ende seines Studiums verdiente er bereits beachtliche Summen mit seinen Aufträgen.